Tschechien

Endlich geht´s richtig los mit unserer Tour. Die letzten Wochen waren zwar super schön weil wir viel bei Freunden waren, die wir sonst nicht so häufig sehen, aber die Vorfreude auf das neue und unseren eigenen Rhythmus war schon groß.

Am 14. Oktober, 6 Wochen nach unserem eigentlichen Start, ging es dann los zu unserer ersten richtigen Station. Bei 20 Grad und Sonnenschein sind wir in Prag angekommen. Leider war aber keine Campingsaison mehr, wodurch die meisten Plätze in Prag schon zu hatten, oder wenn sie offen hatten gab es keinen Platz mehr. Auf dem letzten Platz den wir uns vorher schon rausgesucht hatten, gab es dann aber doch noch einen Platz und wir konnten uns erst einmal einrichten. Andrea ist mit den Kindern beim Wohnwagen geblieben und ich bin mit dem Fahrrad zum einkaufen gefahren. Für mich war es das dritte mal in Prag, aber ich habe vorher noch nie die Berge in Prag wahrgenommen. Der nächste Supermarkt lag natürlich genau oben auf dem Berg und als einziger Trottel mit Fahrrad weit und breit, hab ich uns für die nächsten Tage erst einmal eingekauft.

Am nächsten Tag haben wir uns dann an das Sight Seeing Programm für Prag gemacht. Gerade mit Kindern ist es ja nicht einfach eine Stadt zu erkunden und einen richtigen Mix aus Stadt und Kinderentertainment zu finden. Prag ist für uns dabei zum Mass der Dinge geworden was diesen Mix angeht. Gegen 9 Uhr waren wir mit Bollerwagen und Kindern auf dem Weg zur U-Bahn und haben uns erst einmal die Klassiker angeschaut wie Wenzelsplatz, Rathaus, Karlsbrücke und Karlsburg und viele Sachen nebenbei. Zwischendurch gab es dann immer wieder Kinderprogramm wie Spielplätze oder Bus fahren. Die Kinder sind dann Abends auch todmüde ins Bett gefallen, während Andrea und ich draußen den lauwarmen Abend und das Tschechische Bier genoßen haben.

Der nächste Morgen hat uns dann mit ganz viel Regen begrüßt, so das es uns nicht schwer gefallen ist weiter der Sonne hinterher zu fahren nach Brünn.

Nach fast drei Stunden Fahrt sind wir dann in Brünn, bzw. in Ostrovacice angekommen. Das Wetter hatte auf halbem Weg gewechselt und inzwischen schien schön die Sonne. Nachdem wir den Wohnwagen hergerichtet hatten, haben wir uns auf den Weg gemacht mit dem Fahrrad einmal die Umgebung zu erkunden.

Der nächste Tag Stand dann ganz im Zeichen von Alina, die Ihren 2. Geburtstag gefeiert hat. Nach dem Aufstehen gab es erst einmal Geschenke, Kuchen und Kinderbespaßung. Nachmittags sind wir dann in ein Einkaufszentrum zum shoppen und später wieder mit dem Fahrrad über die Felder. Abends sind wir dann alle total erschöpft und glücklich ins Bett gefallen. Wir hoffen das Alina auch so viel Spaß hatte und an solchen Tagen merken wir dann immer wieder wie schnell die Zeit vergeht und die Kinder groß werden.

Am nächsten Tag haben wir dann noch einmal eine Tagestour nach Brünn gemacht. Da wir aber das Jahr davor, auf dem Rückweg vom Balaton uns Brünn angeschaut hatten, ist der Besuch etwas kürzer ausgefallen als geplant und wir sind stattdessen nach Austerlitz gefahren, wo 1805 die Drei-Kaiser-Schlacht stattgefunden hat.

Da das Wetter auch am nächsten Tag einladend war, sind wir noch etwas weiter südlich zu einer Seenlandschaft gefahren. Uns war vorher schon klar das in Tschechien die Haupsaison schon durch ist. An den Seen war aber wirklich alles zu und verlassen, nur ein paar Angler standen verloren mit Ihren Bieren am Wasser. Nach einer Runde um einen kleinen See, damit die Kinder sich noch einmal austoben konnten, sind wir dann auch wieder zurück gefahren und haben den letzten Tag in Tschechien dann am Wohnwagen verbracht.

Und so ging es dann am nächsten Tag auch wieder weiter in die Slowakei. Blöderweise hatte es die Nacht vorher geregnet, so das die Wiese auf der wir standen durchgeweicht war und ich mich mit dem Auto festgefahren habe, ausserdem mussten wir nach der Wiese noch durch eine enge Hofdurchfahrt, wofür wir den Wohnwagen mehrmals abkoppeln, drehen und dann wieder ankoppeln mussten. Nach fast 2 Stunden an und abkoppeln, schieben, diskutieren hatten wir den Wohnwagen dann auch wieder auf der Straße und haben uns etwas verspätet auf den Weg in die Nähe von Bratislava gemacht.

Auch wenn das Heckmeck bei der Abreise etwas auf die Stimmung geschlagen hat, war es wieder einmal eine schöne Zeit in Tschechien und wir wären gerne noch etwas länger geblieben. Da uns aber etwas der aufziehende Winter im Nacken lag, wollten wir versuchen etwas schneller Richtung Rumänien zu kommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.